Praktische Übung: Nicht nachdenken… einfach (weiter)machen
Von Forrest Gump wirst du nicht lernen können, zu denken. Denn das Denken ist eines seiner grössten Defizite. 🧠😓 Was du von ihm aber lernen kannst, ist nicht zu denken…
Falls du dich jetzt über diese Aussage wunderst, kann ich es dir nicht verübeln. Da habe ich jetzt den ganzen Kurs lang davon geschrieben, dass du dir vernünftiges Denken angewöhnen sollst und jetzt sollst du auf einmal nicht denken? 🤨
Doch vernünftiges Handeln besteht nicht nur darin, ununterbrochen zu denken – selbst wenn all deine Gedanken vernünftige Inhalte haben – sondern auch in dafür angemessenen Momenten nicht zu denken. 🤓☝️
Forrest war so erfolgreich und so gelassen, weil er sich in entscheidenden Momenten an einen wichtigen Grundsatz gehalten hat:
Nicht nachdenken, sondern einfach (weiter)machen.
Hast du schon einmal von anderen gehört, sie würden zu viel denken? 🧠🤯🤦♀️🤦♂️ Hast es vielleicht auch du ihnen schon gesagt? Oder haben sie es dir schon gesagt?
„Du verkopfst dich gerade zu sehr.” heißt es dann beispielsweise. Die Botschaft dahinter lautet: „Hör auf, zu viel nachzudenken.” ✋🚫
Ich bin der Auffassung, dass ein vernünftiger und ausgeglichener Mensch nicht andauernd nachdenkt.
Denn neben dem Denken sollte man auch auf emotionaler Ebene spüren und auf körperlicher Ebene handeln. Diese drei Anteile – Gedanken, Emotionen, Körper – muss der Mensch stets ausbalancieren, um „sein inneres Gleichgewicht halten zu können”, wie man so schön sagt. 😌🧘
Unabhängig davon, ob die Stoiker selber dieser Überzeugung waren, denkt aus meiner Sicht ein vernünftiger Mensch nicht einfach nur das Richtige und Vernünftige, sondern das Richtige und Vernünftige im richtigen Moment… Nicht nur das, sondern er denkt eben auch im richtigen Moment vernünftigerweise nicht. 🧠🤫🙅
Manchmal ist es am vernünftigsten, gedanklich einfach „abzuschalten” und sich zu entspannen. 😌🧘♂️
Denn vernünftig ist es auch, auf den eigenen Körper zu achten und sich seiner Emotionen gewahr zu sein. In gewissen Momenten ist es das Vernünftigste, einfach zu spüren, ob man noch in seiner Mitte ist. 🙍♂️🤔
Und in anderen Momenten ist es das Vernünftigste, sich einfach zu einer körperlichen Handlung zu überwinden. 💪
In solchen Momenten stehen dir deine Gedanken eher im Weg – egal, wie vernünftig ihre Inhalte sein mögen.
Denn wie können wir bei all diesem übermäßigen Denken noch spüren, ob wir uns in unserer Vernunft befinden und auch tatsächlich vernünftig denken?
Wir dürfen unseren inneren Kompass, der uns die Vernünftigkeit unseres Denkens anzeigt, nicht vernachläßigen und ignorieren: das Gefühl der Seelenruhe. 🧭😌🙏
Sehr kopflastige Zeiten sorgen häufig für Situationen, in denen wir es eigentlich besser wissen, es aber trotzdem nicht besser machen. 😅🤷♀️🤷♂️
Wir leben zu sehr in unserem Kopf, spüren uns nicht mehr und tun zu wenig.
Haben wir ohnehin schon die Tendenz, Dinge zu zerdenken, kann es gut sein, dass wir dazu neigen, uns in irgendwelchen unerwünschten Verhaltensmustern zu verstricken und uns in Gedankenschleifen zu verlieren. 😤🤯
Wir denken dann zu viel, während wir auf der anderen Seite zu wenig spüren und handeln.
Übermäßiges Denken macht uns blind für die physische Aussenwelt und unsere Gefühlswelt.
Wer seine Emotionen nicht regelmäßig spürt und sein Handeln auf ein Minimum reduziert, indem er sich rund um die Uhr mit vernünftigem Denken beschäftigt, ist in meinen Augen (noch) kein richtiger Stoiker. 👩🎓👨🎓❌
Denn er denkt zwar vernünftig, doch er lebt nicht vernünftig. Er hat aus meiner Sicht etwas Grundlegendes noch nicht verstanden:
Ein vernünftiges Leben ist ein Balanceakt aus vernünftigem Denken, Fühlen und Handeln, die in einem guten Gleichgewicht gehalten werden müssen, um innere Ausgeglichenheit zu schaffen.
Ich bin der Auffassung, dass zu viel Denken uns ebenso krank machen kann, wie es bei zu viel körperlicher Anstrengung und zu starker emotionaler Belastung der Fall ist. 🧠🤯🤒
Wir dürfen nicht vergessen, dass in der stoisichen Philosophie nicht vernünftiges Denken im Vordergrund steht, sondern ein vernünftiges Leben.
Denn dieses ist es, was uns im Endeffekt zur Seelenruhe – zu innerer Gelassenheit – führt. 😌🧘♂️🤍
Wir müssen also über unser Denken hinausdenken und erkennen, dass selbst vernünftiges Denken nicht immer vernünftig ist.
Zwar führt ein vernünftiger Gedanke zu dieser Einsicht, doch der nächste Schritt ist dann kein Gedanke mehr, sondern die Handlung, nicht zu denken:
Wenn ich jetzt nachdenke, dann werde ich körperlich und emotional erschöpft sein, aus meiner Mitte kommen und nicht mehr vernünftig denken. Deshalb sollte ich vorläufig nicht mehr denken.
Ich vergleiche das Denken gerne mit einem Muskel, der nur auf eine gesunde Weise wächst, wenn er sich nach der Anstrengung erholen kann. 🧠💪 Wenn wir ihm keine Erholung gönnen, kollabiert er.
Deshalb ist die Entscheidung, bewusst in gewissen Momenten nicht zu denken, eine vernünftige Handlung, die im entscheidenden Moment vernünftiger ist als das Denken jedes noch so vernünftigen Gedankens.
Die vernünftige Handlung besteht dann darin, dass wir für eine Weile unser Denken abschalten und unseren Fokus auf die körperliche oder emotionale Ebene verlagern, damit wir uns auf gedanklicher Ebene wieder regenerieren können.
Auch für die emotionale und körperliche Ebene ist übermäßiges Denken nicht gesund, denn wer zu viel denkt, fühlt und handelt auf der anderen Seite zu wenig. 😌🙏🏃♀️🏃
Zu viel zu denken, bringt das innere System aus der Balance, dessen Teile stets zwischen Anspannung und Entspannung hin- und herpendeln. Der Kopf wird pausenlos überanstrengt und er verkrampft, während aufgrund der Vernachläßigung der Körper erschlafft und das emotionale Gespür abstumpft. 😖🤦♀️
Diese Einseitigkeit mündet in „falsches” Denken. 🧠❌
Denn dadurch denkst du nicht, um vernünftig zu leben, sondern um vernünftig zu denken.
Dabei entgleiten dir mit der Zeit die Lebensfreude auf emotionaler und die Entspanntheit auf körperlicher Ebene… Deshalb solltest du ausreichend Pausen von deinem Denken einlegen und einen körperlichen und emotionalen Ausgleich dazu schaffen, um nicht aus der Seelenruhe zu fliegen… 😌🙏🤍
Deshalb lautet mein Tipp:
Bevor du „falsch” denkst, denke lieber gar nichts.
Mit nicht „falsch” Denken meine ich also nicht, dass du nicht mehr inhaltlich „fehlerhaft” denken darfst. Wir sind Menschen und als solche menschlich.
Vielmehr geht es darum, nicht auf eine Weise zu denken, die sich negativ auf deinen Gemütszustand auswirkt. Darunter fällt auch übermäßiges Denken, egal welcher Art. 🧠😵
Wenn du merkst, dass dein Denken dich ermüdet oder emotional herunterzieht, dann sollte dein Ziel darin bestehen, wieder einmal aufzuhören zu denken und dich stattdessen mit der Gefühlsebene oder der Körperebene zu beschäftigen. 🤗🏃♀️
Denn das bedeutet in der Regel, dass du dich durch übermäßiges Denken von deiner Vernunft entfernt hast und dich über das Gefühl oder den Körper wieder in sie zurückziehen solltest, um wieder vernünftig denken zu können. 😌🙏🤍
Es geht aber nicht um irgendwelche Gefühle oder Handlungen. Denn diese sollen ebenfalls vernünftig sein. Und vernünftig sind sie nur, wenn sie dich selbst und das Wohl der Gesellschaft positiv voranbringen. Sie sollen gesundheitsförderlich, wohltuend und moralisch sein. Im Idealfall wird allfälliger Stress abgebaut und die Vitalität gefördert.
Hier sind nur einige Möglichkeiten, das zu tun:
– Körperliche Bewegung (z.B. Sport, Spaziergang etc.)
– Musizieren
– Entspannende Musik hören
– An beruhigenden Düften schnuppern
– Ein Buch lesen
– Autogenes Training, Meditation, Yoga etc.
Wahrscheinlich weißt du selber am besten, was du gerade benötigst und was dir gut tut.
Solltest du dir dabei jedoch Unterstützung wünschen, dann kontaktiere mich gerne hier für ein persönliches 1:1 Online Coaching. 🤝
Wichtig ist, dass du regelmäßig deinen Kopf abschaltest und herunterfährst.
Probiere dich ruhig etwas aus und finde heraus, was dir gut tut, dich entspannt und dich etwas von der überstrapazierten Gedankenebene wegbringt.
Manchmal hilft einfach die Ablenkung von den Gedanken, damit sich das System wieder neu ausrichten kann, während du dich anderen Dingen auf emotionaler oder körperlicher Ebene widmest. Wichtig ist:
🤷♀️ Nicht nachdenken… einfach fühlen und tun 🤷♂️
In der nächsten Lektion erwartet dich eine Beschreibung der vier Schritte, die mich in den Zustand der Seelenruhe gebracht haben!
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