3. Die Borderline-Persönlichkeitsstörung (Teil 2/2)
Willkommen zum zweiten Teil des Artikels über die Borderline-Persönlichkeitsstörung. Falls du den ersten Teil noch nicht gelesen hast, findest du ihn hier. Im zweiten Teil erfährst du, was die Anzeichen 5 bis 9 dafür sind, dass eine Borderline-Persönlichkeitsstörung bei jemandem vorliegen könnte. Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass dieser Artikel die 9 Anzeichen behandelt, die auf eine Borderline-Persönlichkeitsstörung hindeuten. Das Wissen um diese Anzeichen ersetzt jedoch weder eine Diagnose noch eine Therapie. Ich bin mir allerdings auch bewusst, dass viele Angehörige sich in der unglücklichen Situation befinden, dass ihre betroffene Person weder für eine Diagnose noch für eine Therapie offen ist, sodass sie auf sich alleine gestellt sind. An diese Menschen richtet sich auch in erster Linie mein Angebot, das darin besteht, sie als Coach langfristig zu begleiten und ihnen im Umgang mit Betroffenen zu helfen.
Life Coaching für Angehörige
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Die 9 Anzeichen (Fortsetzung)…
5. Selbstzerstörung:
Wiederkehrende Selbstmorddrohungen, Selbstmordversuche oder Selbstverstümmelungen
Eine der wohl bekanntesten Eigenschaften der Borderline-Persönlichkeitsstörung ist die Selbstverletzung. Häufig sind die Drohungen und Versuche zur Selbstverletzung oder zum Selbstmord jedoch auf das Bedürfnis Betroffener zurückzuführen, den eigenen Schmerz mitzuteilen, damit sich jemand um sie kümmert. Es geht also weniger darum, tatsächlich sterben zu wollen, sondern vielmehr darum, die Aufmerksamkeit bestimmter Personen auf sich zu ziehen, um von diesen umsorgt zu werden. Indem Mitleid in den Mitmenschen erregt wird, werden diese dazu bewogen, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um der betroffenen Person zu helfen. Diese Versuche führen allerdings oft zum Gegenteil und die Mitmenschen haben irgendwann „genug davon“. Als Konsequenz können die Handlungen mit der Zeit immer extremer werden, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Das führt wiederum dazu, dass Betroffene manchmal ungewollt an diesen „selbstherbeigeführten Unfällen“ sterben. In diesem Zusammenhang ist es beispielsweise möglich, dass ein Streit provoziert wird, der tödlich endet. Manchmal besteht das Ziel auch darin, einen anderen Menschen zu bestrafen oder ihn zu manipulieren. Die Selbstverletzung kann ausserdem dazu dienen, den ständigen inneren Druck abzubauen. Betroffene kompensieren diesen Druck, indem sie sich selbst verletzen und dadurch die Anspannung auflösen.
„Suiziddrohungen/-versuche und Selbstverletzungen sind […] oft unterschiedlich motiviert und können ein hilfloser Versuch sein, psychischen Schmerz mitzuteilen, um Hilfe zu rufen, andere zu bestrafen, sich von anderem Leid abzulenken oder Trauer, Wut und Angst abzuwehren.“ (Manuela Rösel)
6. Emotionale Instabilität:
Starke Stimmungsschwankungen (über einige Stunden / einige Tage)
Ein weiteres Anzeichen für eine vorliegende Borderline-Persönlichkeitsstörung sind starke Stimmungsschwankungen, die meistens nur einige Stunden und höchstens einige Tage anhalten. Die plötzlichen Stimmungswechsel Betroffener sind für Angehörige häufig völlig unverständlich und übertrieben. Wo Betroffene viele Dinge in eine Situation hineininterpretieren, würde anderen Menschen nicht einmal im Traum einfallen, Zusammenhänge herzustellen. Es reicht beispielsweise, wenn der Name einer Person fällt, die im Betroffenen negative Emotionen auslöst und die Stimmung ist im Eimer. Oder es kann sein, dass der Partner die versendete Nachricht zwar gesehen, aber nach einiger Zeit immer noch nicht geantwortet hat. Das blaue Häkchen, das bestätigt, dass der Partner die Nachricht angeklickt hat und die ausbleibende Reaktion darauf, reichen aus, um die betroffene Person in eine tiefe Trauer zu stürzen. Sie glaubt, dass nun alles vorbei sei und er sie nicht mehr liebe. Solche für Mitmenschen übertriebenen emotionalen Reaktionen können Angehörige zum Versuch verleiten, die Situation zu entschärfen. Mit der falschen Strategie kann das jedoch dazu führen, dass die Situation sich emotional hochschaukelt und schliesslich eskaliert.
Manchmal schlägt die Stimmung auch „aus dem Nichts“ um. Angehörige merken, dass etwas nicht stimmt und sprechen die betroffene Person entweder darauf an oder nicht. Wird der Stimmungsumschwung angesprochen, kann es sein, dass Angehörige das Problem aus den Betroffenen „herauskitzeln“ müssen und dabei unabsichtlich in einen Streit mit ihnen geraten. Wird er auf der anderen Seite nicht angesprochen, kann es sein, dass Angehörige von Betroffenen so lange mit ihrer schlechten Laune „angezickt“ werden, bis daraus ebenfalls ein Streit erwächst. Angehörige können es in dieser Situation nur „falsch“ machen, ob sie das Problem nun ansprechen oder nicht. Das „Ziel“ besteht für Betroffene genau darin, dass ein Streit entsteht, um emotionale Anspannungen zu entladen. Dieses ambivalente Verhalten verwirrt Aussenstehende, weil deren Ziel darin besteht, dass kein Streit entsteht, jede der beiden Optionen jedoch unweigerlich zu einem Streit führt. Deshalb ist es wichtig, dass Angehörige lernen, die negative Stimmung bei den Betroffenen zu lassen.
„Borderline-Persönlichkeiten neigen oft zur Hyperaktivität und einer pessimistischen Grundeinstellung dem Leben gegenüber […] Der raschen Stimmungswechsel zwischen Euphorie und Depression sind sich die Betroffenen dabei kaum bewusst. Sie reagieren oft unmittelbar auf plötzliche Impulse und sind kaum in der Lage, ihre Wut oder sonstige Emotionalität zu kontrollieren.“ (Manuela Rösel)
„[…] Die Betroffenen haben häufig mit sehr extremen Gefühlen und Erlebnisweisen zu kämpfen: Wut, die keine Grenzen mehr kennt, ein Gefühl ewiger Verlassenheit, grauenvolle Leere oder schwere Dissoziation sind nur einige davon. Diese Gefühle brechen manchmal plötzlich über den Betroffenen herein und können so stark sein, dass sie den Eindruck erwecken, als gäbe es nur noch dieses Gefühl.“ (Andreas Knuf, Diplom-Psychologe und Psychotherapeut)
7. Innere Leere:
Chronische Gefühle von Leere oder Langeweile
Da eine von der Borderline-Persönlichkeitsstörung betroffene Person keine eigene, von anderen Menschen unabhängige Identität hat, fühlt sie sich oft einsam und versucht, diese innere Leere irgendwie auszufüllen. Sie empfindet die mit dieser Leere verbundenen Emotionen z.B. als „Druck im Kopf“ oder „Spannungen in der Brust“. Das Bedürfnis, dieses Gefühl der „Langeweile“ abzubauen, endet häufig in impulsiven Unternehmungen, zerstörerischen Handlungen und enttäuschenden Beziehungen. Eine Beziehung wird in diesem Fall eingegangen, um dem Gefühl der Leere zu entgehen. Auch Wutausbrüche und selbstschädigende, impulsive Handlungen wie Drogenmissbrauch oder Esssucht dienen dazu, diese Leere zu füllen und die Langeweile zu durchbrechen. Die innere Leere kann zudem Depressionen verstärken.
„Stell dir vor, dass die Psyche einer Person mit Borderline-Persönlichkeitsstörung ein kleines Loch am Boden hat. Was auch immer sie [Betroffene] hineingeben, kommt sofort wieder raus. Deshalb ringen sie immer mit diesem Gefühl von ‚Ich muss mich ganz fühlen, ich muss mich ganz fühlen‘. Und sie blicken auf die Aussenwelt, um sie zu füllen, während der Rest von uns sich im Inneren ganz fühlt. Es gibt vielleicht Tage, an denen es uns schwerer fällt, aber wir fühlen eine Ganzheit.“ (Dr. Durvasula Ramani, Klinische Psychologin)
8. Zorn:
Unangemessener, intensiver Zorn
Das nächste Anzeichen ist unangemessener, intensiver Zorn oder die fehlende Kontrolle über diesen. Das bedeutet, Betroffene sind häufig gereizt und zornig, sodass es immer wieder zu Auseinandersetzungen kommt. Dieser Zorn kann durch ein „Vergehen“ eines Mitmenschen ausgelöst werden, das oftmals kein wirkliches Vergehen ist, aber vom Betroffenen als solches empfunden wird. Grund für diese Reaktionen ist die Angst vor der Bedrohung, enttäuscht und verlassen zu werden. Den Zorn bekommen meist die Menschen zu spüren, die den Betroffenen am nächsten stehen. Deshalb beginnen diese mit der Zeit, sehr vorsichtig mit Betroffenen umzugehen, um Wutausbrüche möglichst zu vermeiden. Die Haut von Betroffenen ist dermassen dünn, dass der „Vulkan“ jederzeit ausbrechen, der „Sturm“ jederzeit zu wüten beginnen könnte. Niemand weiss, was eine weitere Katastrophe auslösen könnte. Ein falscher Blick oder ein falsches Wort reichen – oftmals in einem für andere nicht nachvollziehbaren Zusammenhang. Nicht nur das, es könnte im einen Moment die Frage danach sein, wie es dem Betroffenen geht und in einem anderen Moment, nicht danach zu fragen. Es wird also quasi verlangt, dass die Mitmenschen eine telepathische Verbindung zu Betroffenen haben und genau – sogar besser als sie selbst – spüren, wie sie gerade behandelt werden wollen. Manchmal soll es – wie bereits erwähnt – auch lediglich darauf hinauslaufen, innere Anspannungen zu entladen, sodass von zwei möglichen Antworten beide einen Ausbruch herbeiführen. Diese Begebenheit macht die Reaktionen Betroffener so unberechenbar.
„Borderline bedeutet, dass ich die, die ich liebe, verletzen muss.“ (Betroffene/r, anonym)
Der Zorn kann ein Hilferuf, ein Treuetest oder eine Angst vor Nähe sein. Er kann auch an Therapeuten gerichtet werden, beispielsweise als Test, ob diese die Therapie mit den Betroffenen weiterführen wollen. Das ist ein entscheidender Grund dafür, weshalb die meisten Therapeuten Borderline-Patienten aufgeben und wenn, dann nur eine geringe Anzahl von ihnen überhaupt aufnehmen. Betroffene passen die Umstände oft ihrer Innenwelt an, damit die beiden wieder miteinander übereinstimmen. So provozieren sie in einer negativen Stimmung Streit, um durch die negative Stimmung der Mitmenschen eine Bestätigung zu erhalten, dass ihre eigene Stimmung berechtigt ist. So haben sie Gewissheit, dass mit ihrer Wahrnehmung alles in Ordnung ist. Angehörige hingegen suchen häufig den Fehler bei ihrem eigenen Verhalten und versuchen, es den Betroffenen recht zu machen, um ihnen zu helfen. Doch dadurch fördern sie nur deren „gestörtes“ Verhalten, indem sie sich innerhalb deren verzerrten Welt besser zu bewegen versuchen. Viel hilfreicher wäre es, wenn sie versuchen würden, dieser Wahrnehmungsverzerrung entgegenzuwirken. Sich auf die emotionalen Manipulationsspiele Betroffener einzulassen, wird diese nicht dazu bringen, zu erkennen, dass damit etwas nicht stimmt. Gerade ihre nächsten Bezugspersonen müssen ihnen zu verstehen geben, dass ihr Verhalten und ihre Reaktion nicht angemessen sind und sie etwas daran ändern müssen.
„Der typische Boderline-Zornausbruch steht in seiner Intensität oft in keinem Verhältnis zu dessen auslösendem Ereignis und basiert vielmehr auf der (interpretierten) Wahrnehmung der Betroffenen, zurückgewiesen zu werden. Die für Angehörige oft ängstigenden extremen Wutanfälle finden ebenfalls eine Ursache in der permanenten Daueranspannung Betroffener, die diese nicht regulieren können. Wut- und Zornausbrüche dienen dann oft der emotionalen Selbstregulation.“ (Manuela Rösel)
„Die Wutausbrüche der Borderline-Persönlichkeit sind genauso unvorhersehbar wie erschreckend […] Diejenigen, die der Betroffene am meisten braucht, werden weggestossen. Der Ehepartner, ein Freund, der Geliebte oder Familienmitglieder, die trotz dieser Angriffe dableiben, sind entweder sehr geduldig und verständnisvoll oder in manchen Fällen selbst sehr gestört. Bei derartigen Ausbrüchen ist es schwer, Mitleid zu verspüren, und der Mitbetroffene muss jede Hilfsquelle nutzen, die ihm zur Verfügung steht.“ (Jerold J. Kreisman)
9. Paranoia und/oder Dissoziation:
Vorübergehende, stressbezogene paranoide Gedanken oder symptome schwerer Dissoziation
Das letzte Anzeichen dafür, dass eine Borderline-Persönlichkeitsstörung vorliegen könnte, sind vorübergehende, paranoide Gedanken, die durch Stress ausgelöst werden. Es kommt zu einer verzerrten Wahrnehmung bishin zu Wahnvorstellungen, wobei sich beispielsweise die Mitmenschen unwirklich anfühlen können. Fühlt sich die Person verlassen oder befindet sie sich in einer sehr unstrukturierten Umgebung, kann sie vorübergehend psychotisch werden. Tritt die Person wieder in gewohnte Umstände ein, kann die Psychose, in der mit der Realität gebrochen wird, bereits nach Stunden oder Tagen vorbei sein.
Während der Psychose kann es sein, dass Betroffene zum Beispiel das Gefühl haben, jemand versuche sie zu vergiften, verfolge sie oder wolle sie hintergehen, ohne dass auch nur das geringste Anzeichen dafür besteht. Eine leicht ungewöhnliche Form eines gewohnten Nahrungsmittels oder ein sarkastischer Witz über einen Mann, der ihnen immer wieder über den Weg läuft, reichen, um in Zeiten erhöhten Stresses paranoide Gedanken bei Betroffenen auszulösen. Betroffene mit hypochondrischen Neigungen können auch einen wahrgenommenen Doppelschlag des Herzens oder ein Stechen in der Brust bereits als gefährliche Herzkrankheit deuten oder leichtes Sodbrennen als Magenkrebs. Gelangen Betroffene zudem in einen dissoziativen Zustand, kann es sein, dass sie z.B. glauben, sie seien ein Kind, sodass sie die entsprechende Körperhaltung und das Verhalten eines Kindes übernehmen. Allgemein kann ein besonders kindliches Benehmen in gewissen Situationen die Hilflosigkeit der nie überwundenen frühkindlichen Phase widerspiegeln.
„Anders als bei Patienten mit psychotischen Erkrankungen, wie Schizophrenie, Manie, psychotischen Depressionen oder organischen/drogenbezogenen Erkrankungen, ist die Borderline-Psychose in der Regel von kürzerer Dauer und wird vom Patienten als überaus beängstigend und äusserst verschieden von seiner üblichen Erfahrung wahrgenommen […] Der Hauptunterschied liegt in der Dauer […]“ (Jerold J. Kreisman)
Unterstützung für Betroffene
Es ist immer ratsam, sich bei einem Verdacht an eine Fachperson zu wenden. Manche Verhaltensmuster sind schwierig, einem bestimmten Merkmal zuzuordnen, weil sie so subtil sind. Eine Tochter, die mürrisch damit droht, jetzt nichts mehr zu essen, weil die Mutter sie heute nicht zu einer Freundin fahren kann, zeigt ebenso ein selbstschädigendes Verhalten, wie eine Person, die damit droht, sich die Pulsadern aufzuschneiden. Denn auch sie spricht eine Drohung zur Selbstverletzung bzw. zum Selbstmord aus. Die Selbstschädigung dauert nur länger und ist weniger greifbar, als das Aufschneiden der Pulsadern. Insgesamt müssen 5 der 9 Anzeichen vorliegen, damit eine Borderline-Persönlichkeitsstörung diagnostiziert werden kann. Es müssen also weder alle 9 zutreffen, noch muss die Zusammensetzung immer dieselbe sein. Das führt dazu, dass zwei Betroffene evtl. nur 1 gemeinsames Merkmal haben und sich die Borderline-Persönlichkeitsstörung bei verschiedenen Menschen völlig unterschiedlich äussert. Durvasula Ramani betont allerdings, dass es drei Merkmale gibt, die die Persönlichkeit aller Betroffenen durchziehen:
1. Angst vor dem Verlassenwerden
2. Zwischenmenschliche Probleme
3. Schwierigkeiten, Emotionen zu regulieren
Entgegen den pessimistischen Zitaten aus der Einleitung ist die Erkrankung einigen Fachleuten zufolge mittlerweile gut behandelbar und der Zustand Betroffener kann zumindest stark verbessert werden – vorausgesetzt, sie sind motiviert, an sich selbst zu arbeiten. Mit Hilfe der „Dialektisch Behavioralen Therapie“ (DBT) werden beispielsweise gute Ergebnisse erzielt, wenn es darum geht, Betroffenen den Umgang mit ihrer Erkrankung zu erleichtern. Sie wurde von der Psychologin und führenden Forscherin auf dem Gebiet der Borderline-Persönlichkeitsstörung Marsha Linehan entwickelt. Sie ist selbst von einer Borderline-Persönlichkeitsstörung betroffen und hat die DBT erfolgreich bei sich selbst sowie bei anderen Betroffenen angewendet.
„Heute wissen wir, dass solche Einschätzungen vor allem auf der Hilflosigkeit der Helfer beruhen. Lange gab es keine wirkungsvollen Behandlungsmethoden und anstatt das ehrlich zuzugeben, wurde die Erkrankung als so schwer eingeschätzt, dass sie eigentlich nicht behandelbar sei […] Mehrere Untersuchungen zeigen heute, dass viele Betroffene von borderline-spezifischen Therapieverfahren deutlich profitieren und auch nach der Therapie stabiler im Leben stehen als zuvor […] Borderline ist eine behandelbare Krankheit, häufig ist sie sogar gut behandelbar. Da Boderline Teil einer Person ist, verschwindet es allerdings nicht plötzlich, auch nicht durch eine Therapie. Es wird aber möglich, die Symptomatik besser zu kontrollieren und sich ihr nicht mehr so ausgeliefert zu fühlen.“ (Andreas Knuf)
Allerdings herrscht hierzu unter Fachleuten Uneinigkeit. Der Psychologe Richard Grannon vertritt beispielsweise die These, dass die DBT nur bei denjenigen Wirkung zeigt, die fehldiagnostizierte Borderline-Betroffene sind und eigentlich eine Komplexe Posttraumatische Belastungsstörung (KPBT) aufweisen. Die beiden Krankheitsbilder zeigen in vielen Aspekten Überschneidungen und werden oft verwechselt. Richard Grannons Auffassung nach sind Persönlichkeitsstörungen nicht heilbar und mit einer Borderline Persönlichkeitsstörung geht immer auch ein starker Narzissmus einher.
Doch eins steht fest: Fehlt die Motivation zu einer Behandlung bei den Betroffenen, erschwert das die Situation enorm. Bei Aussagen wie „Ich habe, Leute gesehen, die Borderline haben und die sind ganz anders als ich.“ oder „Ich habe etwas anderes.“ gibt es häufig noch alternative Möglichkeiten. Durvasula Ramani schlägt vor, dass Angehörige ohnehin nicht mit einer Vermutung auf eine Borderline-Persönlichkeitsstörung auf Betroffene zugehen, da diese „Unterstellung“ häufig nicht gut ankommt. Es sei ratsamer, Betroffene über andere Symptome, die aufgrund der Persönlichkeitsstörung ausgebildet werden, zur Therapie zu bewegen. Das können Panikattacken, Depressionen oder impulsive Handlungen sein. Gute, geschulte VerhaltenstherapeutInnen werden das Muster mit der Zeit selber entdecken, sollte dieses tatsächlich vorliegen. Ramani betont aber auch, dass eine Therapie ein lebenslanges Projekt ist. Betroffene müssen sich ihr Leben lang mit ihren Verhaltensmustern auseinandersetzen und daran arbeiten.
Aussagen wie „Eine Therapie bringt mir nichts.“ oder „Mein Stress hat keine psychische, sondern körperliche Ursachen.“ führen hingegen dazu, dass den Angehörigen die Hände gebunden sind. Denn Manuela Rösel betont in ihrem Buch Wenn lieben weh tut, dass niemand gezwungen werden kann und sollte, sich in Behandlung zu geben. In der Tat macht es wenig Sinn, Betroffene gegen ihren Willen behandeln zu lassen, weil sie dann noch mehr „zumachen“ könnten und ein solches Unternehmen gewisse Symptome sogar noch verstärken kann. Angehörige berichten von einem „Eiertanz“, den sie aufführen müssen. Man dürfe nicht zu viel Druck machen, weil Betroffene sonst „zumachen“, aber auch nicht zu wenig, weil sie sonst auch nichts unternehmen würden. Angehörige, die es in einer guten Phase – einer sogenannten „weissen Phase“ – schaffen, genau das richtige Mass an Druck anzuwenden, können unter Umständen Erfolg haben. Ansonsten ist es sinnvoll, daran zu denken, dass jeder Mensch das Recht hat, seine eigenen Entscheidungen für sich selbst zu treffen. Betroffene müssen sich nicht gegen ihren Willen in Therapie begeben und Angehörige müssen sich nicht um Betroffene kümmern, sondern dürfen sich von deren Problemen distanzieren.
Unterstützung für Angehörige
Therapie für Betroffene
Was können Angehörige tun? Der erste Schritt besteht darin, es mit einer Therapie für Betroffene zu versuchen. Je nach Offenheit für eine Borderline-Diagnose lässt sich eine borderline-spezifische Untersuchung direkt durchführen. Ansonsten ist es möglich, mit einem anderen Symptom wie einer Depression, Panikattacken, Stimmungsschwankungen etc. auf VerhaltenstherapeutInnen zuzugehen. Diese können dann mit der Zeit eine Borderline-Persönlichkeitsstörung entdecken, falls sie vorhanden ist. Doch hier ist dennoch Vorsicht geboten, denn niemand weiss, was bei den Betroffenen hinter verschlossenen Türen vor sich geht. Menschen, die von einer Persönlichkeitsstörung des Clusters B (siehe Artikel „Persönlichkeitsstörungen“) betroffen sind, können sich in der Regel sehr gut verkaufen. Sie können auch TherapeutInnen an der Nase herumführen und ihnen eine künstliche Rolle vorspielen. Die Therapie wird entweder wenig bis gar nicht fruchten oder häufig ohnehin bald abgebrochen. In diesem Fall oder wenn Betroffene sich völlig vor jeder Art von Therapie verschliessen, liegt es an einzig und allein an den Angehörigen, Massnahmen für sich selbst zu ergreifen.
Coaching für Angehörige
Schritt 1: Kommunikationsstrategien lernen
In jedem Fall können Angehörige lernen, angemessen mit den Betroffenen umzugehen. Dafür gibt es gute Kommunikationsmethoden wie die von Marshall B. Rosenberg entwickelte „Gewaltfreie Kommunikation“ sowie die „SET-UP Methode“ von Jerold J. Kreisman. Diese können Angehörige entweder selbst anhand der Literatur studieren, die am Ende dieses Artikels angegeben ist oder in einem Coaching mit mir gemeinsam erarbeiten. Es geht in erster Linie darum, dass die Angehörigen nicht mehr ständig von den Stimmungen der Betroffenen mitgerissen werden. Sie sollen möglichst ruhig, gelassen und glücklich sein können, anstatt ihren inneren Zustand von dem der Betroffenen abhängig zu machen. Durch die erwähnten Kommunikationsstrategien können in einem ersten Schritt negative emotionale Reaktionen wie Wutausbrüche bei Betroffenen auf ein Minimum reduziert werden, was auch diesen entgegenkommt. Auf diese Weise können die Umstände im Aussen stark verbessert werden, sodass der „Sturm“ zumindest seltener tobt.
Schritt 2: Sich von den Betroffenen „lösen“
Angehörige haben mit der Zeit nicht nur das Denken Betroffener verstehen gelernt, sondern dieses immer mehr auch selbst übernommen. Die Verschmelzung der Identität, die zwischen Betroffenen und ihren Bezugspersonen stattfindet, kann dazu führen, dass Angehörige mit der Zeit das Gefühl haben, die Bedürfnisse, Gedanken und Emotionen der Betroffenen seien auch ihre eigenen. Schliesslich haben Betroffene über all die Jahre hinweg von den Angehörigen immer wieder gefordert, genau zu wissen, wann sie wie denken und fühlen. Angehörige konnten bzw. mussten lernen, sich den Bedürfnissen der Betroffenen entsprechend zu verhalten. Jahrelange Manipulation durch Erpressung, Abwertung und Scheinargumente haben bei den Angehörigen zur Überzeugung geführt, dass die Betroffenen die Dinge richtig sehen, was einer Gehirnwäsche gleichkommt.
In einem zweiten Schritt müssen Angehörige deshalb unbedingt lernen, sich emotional von den Betroffenen abzugrenzen und in ihre „Mitte“ zu kommen. Je schwieriger das für sie ist, weil beispielsweise markante co-abhängige Eigenschaften bei ihnen vorhanden sind, umso sinnvoller ist eine Lösung, bei der sich Angehörige auch räumlich von den Betroffenen abgrenzen. In manchen Fällen ist ein Kontaktabbruch die einzige gesunde – wenn auch nur bedingt zufriedenstellende – Lösung.
Schritt 3: Coaching oder Therapie
Es ist wichtig, dass Angehörige sich von kompetenten Coaches oder TherapeutInnen über einen längeren Zeitraum betreuen lassen. Für einen glücklichen Zustand als eigenständiges Individuum ist es essentiell, dass sie ihre tief verankerten Schuld- und Verpflichtungsgefühle ablegen, Selbstvertrauen aufbauen und ihre eigenen Bedürfnisse herausarbeiten. Je mehr sie für sich herausfinden, was sie wollen, umso stärker wird die eigene Identität wahrgenommen, die losgelöst von der betroffenen Person existiert. Angehörige lernen, ihre Bedürfnisse immer mehr zu erkennen und einzufordern, indem sie den Betroffenen und den Mitmenschen Grenzen setzen. Sie beginnen, endlich auch sich selbst zu schützen, statt immer nur die anderen. Die Verantwortung und die „Schuld“ bzw. Konsequenzen für die Handlungen und das Leben der Betroffenen lernen sie dabei, bei diesen zu lassen.
Kontaktmöglichkeiten Für Angehörige
https://www.doc24.ch ist eine Ärzteplattform, auf der du Online nachsehen kannst, welche Fachperson gerade neue PatientInnen aufnimmt. Für die Behandlung einer Borderline-Persönlichkeitsstörung sind sogenannte VerhaltenstherapeutInnen zuständig. Bei der Fachrichtung kannst du also „Verhaltenstherapie“ angeben und dann deinen Kanton auswählen.
https://www.angehoerige.ch/ ist die Website vom „Netzwerk Angehörigenarbiet Psychiatrie“ (NAP). Die Psychiatrischen Dienste der verschiedenen Kantone bieten kostenlose Beratungssitzungen für Angehörige an. Es können Fragen zu den verschiedenen Krankheitsbildern und zum Umgang mit diesen geklärt werden. Auch wenn du Fragen zu einem Klinikeintritt sowie zu den klinischen oder ambulanten Therapien hast, erhälst du hier Informationen. Unter „Kontakt“ findest du das Kontaktformular, über das du dich an die entsprechende Stelle weitervermitteln lassen kannst.
Videos für Angehörige
Deutsch
Das Thema „Borderline und Manipulation“ ist ziemlich umstritten, denn selbst wenn es Betroffene geben sollte, die nicht übermäßig manipulativ sind, so ist nicht klar, ob sie es deswegen nicht sind, weil sie austherapiert sind oder die Symptome mit fortschreitendem Alter abgenommen haben. Werden die Kriterien der Borderline Persönlichkeitsstörung berücksichtigt, dann bedingt das Krankheitsbild übermäßig manipulatives Verhalten, da das Bemühen, reales oder befürchtetes Verlassenwerden zu vermeiden, zwangsläufig die Manipulation von Mitmenschen mit sich bringt. Sprechen wir also im Falle „nicht manipulativer Betroffener“ tatsächlich noch von Borderline oder trifft das Krankheitsbild in diesem Fall einfach nicht (mehr) auf sie zu?
Englisch
Buchvorschläge für Betroffene
Andreas Knuf & Christiane Tilly: Borderline: Das Selbsthilfebuch.
Für Betroffene, aber auch für Angehörige, kann das Selbsthilfebuch von Andreas Knuf und Christiane Tilly sehr hilfreich sein. Der Psychotherapeut und die Borderline-Betroffene haben das Buch gemeinsam geschrieben. Es ist besonders geeignet, wenn es darum geht, die Borderline-Persönlichkeitsstörung aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Die parteiische und einseitige Sicht sowohl Aussenstehender als auch Betroffener wird neutraler, indem das Störungsbild einerseits fachlich behandelt wird und andererseits immer wieder anonyme Betroffene zu Wort kommen, die die Begebenheiten aus ihrer Sicht beschreiben. Auf diese Weise werden einerseits fachliches Wissen und andererseits direkte Erfahrung gleichzeitig vermittelt, um den Lesenden ein ganzheitliches Bild der Erkrankung zu geben.
Kostenlose Arbeitsmaterialien
Im Buch ist ausserdem ein Link aufgeführt, über den Arbeitsmaterialien für Betroffene kostenlos heruntergeladen werden können. Darin enthalten sind die Durchführung von Selbsthilfegruppen, ein Verhaltensanalyse-Bogen, Anregungen für die persönliche Selbsthilfe und ein Krisenpass. Mit freundlicher Genehmigung von Andreas Knuf führe ich den Link zum Download hier auf: https://www.balance-verlag.de/de/buecher/detail/book-detail/borderline-das-selbsthilfebuch.html
Kostenlose und preisreduzierte Online-Kurse
Andreas Knuf und seine Kollegin Larissa Henschel haben ausserdem eine neue Online-Akademie mit dem Namen MINDEMY gegründet. Die Online-Kurse bestehen aus Videos, die jederzeit angeschaut werden können und sich an Betroffene, Angehörige und Fachpersonen richten. Auf der Website findet man viele kostenlose Praxishäppchen (Mini-Fortbildungen), aber auch längere Praxis- und Selbsthilfekurse. Für Angehörige und Betroffene besonders interessant sind z.B. die Kurse „Wie kann man Selbstverletzungen besser verstehen und hilfreich damit umgehen?“ und „Umgang mit Idealisierung, Entwertung und Spaltungstendenzen“. Allgemein erhalten Betroffene und Angehörige die kostenpflichtigen Kurse zum halben Preis.
Website: https://www.mindemy.de/
Debbie Corso: Stärker als Borderline. Wie du mit DBT dein Gefühlschaos kontrollieren kannst.
Debbie Corso ist Borderline-Betroffene und beschreibt in diesem Buch zum einen ihren Leidensweg, zum anderen ihren Ausweg aus der Borderline-Ohnmacht. Mit Hilfe der Dialektisch Behavioralen Therapie (DBT) hat sie es geschafft, ihr Leben besser zu meistern und mit ihrer Borderline-Persönlichkeitsstörung besser umzugehen. Sie gibt wertvolle Tipps und beschreibt Übungen, die Betroffenen helfen können, sich in schwierigen Situationen unter Kontrolle zu halten. Auch Aussenstehende können die Übungen für sich nutzen und zudem besser verstehen lernen, wie das Leben aus Sicht Betroffener aussieht.
Daniel Fox: Leben mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung. Schritt für Schritt Gefühle regulieren. Beziehungen stärken, negative Muster überwinden. Das Skilltraining für Betroffene.
Bei diesem Buch von Daniel Fox handelt es sich um ein Arbeitsbuch für diagnostizierte Betroffene. Es bietet praktische Übungen, die von Betroffenen direkt umgesetzt werden können. Sie notieren ihre Erfahrungen und durchlaufen während des Durcharbeitens des Buchs einen Lernprozess, der ihnen hilft, mit den Mechanismen der Erkrankung besser umzugehen.
Buchvorschläge für Angehörige
Jerold J. Kreisman & Hal Straus: Ich hasse dich – verlass mich nicht. Die schwarzweisse Welt der Borderline Persönlichkeit.
Wie dir vielleicht aufgefallen ist, habe ich mich in diesem Blog-Artikel sehr stark an Jerold J. Kreisman orientiert. Er ist einer der führenden Forscher auf dem Gebiet der Borderline-Persönlichkeitsstörung. Gemeinsam mit Hal Straus hat er diesen Klassiker über die Borderline-Persönlichkeitsstörung sowohl für Laien als auch für Fachpersonen geschrieben, den ich wärmstens empfehlen kann. Das Buch leitet die Leserschaft durch die 9 Kriterien der Erkrankung und erläutert die Eigenheiten der Borderline-Persönlichkeitsstörung. Zudem wird die sogenannte „SET Methode“ erläutert, die Kreisman später zur „SET-UP Methode“ weiterentwickelt hat und Angehörigen als hilfreiches Werkzeug für den Umgang mit Betroffenen dient. Diese Kommunikationsmethode bringe ich dir in den Coaching-Sitzungen näher und ich helfe dir, sie in deinen Alltag zu integrieren.
Jerold J. Kreisman: Die Kunst, mit einem Vulkan zu sprechen. Kommunikationstechniken für Angehörige von Menschen mit Borderline.
Dieses später erschienene Buch von Jerold J. Kreisman lege ich allen Angehörigen von Menschen ans Herz, die von einer Borderline-Persönlichkeitsstörung betroffen sind oder sein könnten. Mit seiner „SET-UP Methode“ liefert der Autor ein wichtiges Werzeug für Angehörige, um angemessen mit Betroffenen zu kommunizieren, sodass emotionale Ausbrüche möglichst auf ein Minimum reduziert werden können. Im Buch werden zahlreiche Beispiele angeführt, die dann mit Blick auf die „SET-UP“ Methode genau erklärt werden. Die Leserschaft erhält einen Einblick in die psychologischen Mechanismen hinter der Borderline-Kommunikation und lernt, diese besser zu verstehen. Das im Buch Gelernte kann sofort umgesetzt werden. Ich bringe dir diese Kommunikationsmethode in den Coaching-Sitzungen näher und helfe dir, sie in deinen Alltag zu integrieren.
Manuela Rösel: Borderline Verstehen. Ursachen und Verhaltensmuster erkennen – richtig reagieren mit Hilfe der Transaktionsanalyse.
Manuela Rösel ist psychologische Beraterin und spezialisiert auf Angehörige von Menschen, die von einer Borderline-Persönlichkeitsstörung betroffen sind. In diesem Buch erläutert sie die 9 Anzeichen einer Borderline-Persönlichkeitsstörung und erklärt neben den Verhaltensmustern auch sehr genau die möglichen Ursachen der Erkrankung. Das Buch macht Angehörigen die Erkrankung verständlicher, sodass es ihnen leichter fällt, mit Betroffenen angemessen umzugehen. Auch Manuela Rösel habe ich häufig in diesen Blog-Artikel eingebunden, weil sie sich sehr stark auf die Angehörigenseite konzentriert und Angehörigen einen angemessenen Umgang mit Betroffenen näherbringt.
Manuela Rösel: Wenn Lieben weh tut. Ein Kommunikations-Ratgeber für Partner in der Borderline-Beziehung.
Dieses Buch wurde ebenfalls von Manuela Rösel geschrieben und dient als Ratgeber für Angehörige und Partner von Betroffenen. Sie erklärt die typischen Beziehungsstrukturen in Borderline-Beziehungen und führt die Mechanismen aus, die dabei aktiv sein können. In diesem Zusammenhang beschreibt sie ebenfalls sehr ausführlich die Rolle co-abhängiger Angehöriger, die mit ihren eigenen Defiziten dazu beitragen, dass die Beziehung instabil ist bzw. eine „Borderline-Beziehung“ überhaupt entsteht.
Paul T. Mason & Randi Kreger: Schluss mit dem Eiertanz. Für Angehörige von Menschen mit Borderline.
Dieses Buch führe ich auf, weil es ebenfalls als Klassiker auf dem Gebiet der Borderline-Persönlichkeitsstörung gilt. Allerdings bin ich noch nicht dazu gekommen, es zu lesen und vertraue vorläufig auf die Stimmen derjenigen, die mir das Buch empfohlen haben.
Herzlichen Dank fürs Lesen!
Mir geht es darum, dir als Angehörige/m im Umgang mit Menschen zu helfen, die von einer psychischen Erkrankung betroffen sind. Ich möchte dich dabei unterstützen, dass du mit dieser belastenden Situation auf eine Weise umzugehen lernst, die dir selbst nicht schadet. Du sollst ruhig, gelassen und glücklich sein und bleiben können, auch wenn da draussen gerade ein „Sturm“ wütet. Das Ziel ist es, dass du deine Seelenruhe und deine Vernunft nicht verlierst, egal wie sehr dich das Verhalten der betroffenen Person gerade mitreisst, runterzieht und belastet. Ich unterstütze Angehörige, indem ich sie mit meinen Blogs und durch meine Coachings langfristig begleite. Sie sollen ihre psychische Gesundheit nicht an die belastende Situation verlieren und schliesslich selbst eine Therapie benötigen. Mein Coaching-Ansatz dient dazu, psychischen Erkrankungen vorzubeugen, indem eine stoische Weltsicht ins Leben der Angehörigen integriert wird. Sie sollen durch regelmässiges Einüben von gewaltfreien Kommunikationstechniken allmählich in der Lage sein, auch in belastenden Situationen ihre innere Ruhe aufrechtzuerhalten oder möglichst schnell wieder zu ihr zurückzufinden, falls sie einmal ihre Fassung verlieren sollten. Ich hoffe, ich konnte dich mit diesem Blog schon etwas unterstützen, wenn du Angehörige/r einer betroffenen Person bist.
Life Coaching für Angehörige
Wünschst du als Angehörige/r eine intensive Betreuung im Umgang mit Betroffenen? Möchtest du deinen inneren Zustand und deine Umstände nachhaltig zum Besseren verändern? Dann empfehle ich dir ein persönliches „Angehörigen-Coaching“. Ich begleite dich über einen längeren Zeitraum und coache dich im Umgang mit Betroffenen. Du wirst zum einen deine inneren Ressourcen entdecken, die dir helfen, Betroffenen Grenzen zu setzen und deine Vorsätze auch konsequent durchzusetzen. Zum anderen bringe ich dir das Werkzeug der „Gewaltfreien Kommunikation“ sowie die sogenannte „SET-UP Methode“ näher, die dir den Umgang mit den borderline-typischen Verhaltensmustern erleichtern. Eine kurze Beschreibung dieses Angebots findest du im Menü unter „Angebote“. Melde dich über den untenstehenden Button bei mir für ein kostenloses Erstgespräch an, indem du mir über das Kontaktformular eine Nachricht schreibst. So können wir deine deine Situation besprechen und uns gemeinsam anschauen, wie ich dich angemessen unterstützen kann.
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